In Vlatten soll es grünen und blühen

Jetzt ist die große Zeit des Grünens und Blühens. Im Juli schwelgt die Natur in den schönsten Farben. Allerdings: Die Artenvielfalt ist auch in Vlatten bedroht. Seit Jahrzehnten verschwinden Lebensräume. Dazu zählen artenreiche Gärten, Schwalben-, Spatzen-, Schleiereulen-Nistplätze sowie dorf- und naturnahe Wiesen und Weiden. Besonders hässlich und naturfremd ist der Trend, Kies und Schotter in die Vorgärten zu kippen.

Um die Artenvielfalt zu retten, sind unter dem Motto „Na-Tür-lich Dorf“ neue LEADER-Kooperationsprojekte für die Eifel und die Zülpicher Börde entstanden. Träger sind die Biologischen Stationen in den Kreisen Düren, Euskirchen, Rhein-Erft und der StädteRegion Aachen. Finanziert werden die Maßnahmen durch die Europäische Union sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz  NRW. Den Eigenanteil von 35 Prozent übernehmen die beteiligten Landkreise.

Auch Vlatten wird im Rahmen dieser Maßnahme Kleinprojekte realisieren. Die Unterstützung ist gesichert: Sarah-Marie Hartmann von der Biologischen Station wird dem Bürgerverein bei der Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei einer ersten Besprechung wurden folgende Punkte aufgelistet:

  1. Großes Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern und zu erhalten.
  2. Das Projektgebiet muss im Dorf liegen.
  3. Konkret soll in Vlatten die Wildwiese vor der Kirche ausgebaut werden.
  4. Ein wichtiges Biotop ist auch das Beet vor der Kirche in Richtung Bach.
  5. Der neue entwickelte Flyer zum naturnahen Gartenstil „New German Style“ soll genutzt und bald auch an alle Neubürger verteilt werden.
  6. Das Bauhof-Team der Stadt Heimbach wird von der Biologischen Station darüber informiert, wie Wiesen und Beete im Dorf „artengerecht“ gemäht werden können.
  7. Kindern und Jugendlichen wird ein Workshop angeboten, in dem das Thema Artenvielfalt evtl. durch Anlegen eines kleinen Staudenbeetes erläutert wird.                                                                                                                         ak/ush

Die Artenvielfalt soll auf den Wiesen vor der Kirche gefördert werden.
Fotos: Anja Krudwig