Nun steht er wieder an der Jugendhalle: Der prächtige Maibaum schmückt das Dorf, und wie immer waren in Zusammenarbeit mit dem „Verein Jugendwohl“ viele hilfreiche Männerhände zur Stelle, um ihn aufzurichten. Anschließend durfte gefeiert werden, nach altem Brauch am offenen Feuer.

Das Maifest zählt zu den ältesten Feierlichkeiten unserer Geschichte. Es ist verankert in den Bräuchen der frühen Bauern und war schon in vorchristlicher Zeit als Fest der Fruchtbarkeit und der Lebensfreude ein wichtiges Datum.

Auch die Dichter und Denker haben das Maifest gerne besungen, darunter auch Goethe . Seine Worte mögen uns durch diesen herrlich sonnigen 1. Mai begleiten:

Mailied

Wie herrlich leuchtet mir die Natur
Wie glänzt die Sonne, wie lacht die Flur
Es dringen Blüten aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen aus dem Gesträuch

Und Freud und Wonne aus jeder Brust
O Erd, o Sonne, o Glück, o Lust

O Lieb, o Liebe, so golden schön
Wie Morgenwolken auf jenen Höhn

So segnest herrlich das frische Feld
Im Blütendampfe die volle Welt

O Mädchen, o Mädchen, wie lieb ich Dich
wie blinkt Dein Auge, wie liebst Du mich

So liebt die Lerche Gesang und Luft
Und Morgenblumen den Himmelsduft

Wie ich Dich liebe mit warmem Blut
Die Du mir Jugend und Freud und Mut
Zu neuen Liedern und Tänzen gibst
Sei ewig glücklich, wie Du mich liebst.