Jahrelang haben die Vlattener für die Restaurierung ihrer Orgel in der Pfarrkirche St. Dionysius gespendet. Nun ist es endlich soweit: Ein mächtiges Gerüst steht im Kirchenraum (Foto), und viele Orgelteile wurden in die Werkstätten der Firma Hubert Fasen nach Oberbettingen transportiert, wo sie fachkundig bearbeitet werden können.

Der Hintergrund: Da die ursprüngliche Orgel aus dem 18. Jahrhundert auch nach Umbauarbeiten im Jahr 1922 nicht mehr bespielbar war, wurde sie 1963 von der Hellenthaler Firma Josef Weimbs durch eine neue Hängeorgel ersetzt. Sie ist auf Eisenträgern an der Rückwand des Kirchenschiffs befestigt. Der elektrische Spieltisch steht ebenerdig unterhalb der Orgel.

Doch der Zahn der Zeit hat ihr zu schaffen gemacht: „Vor allem die Elektrotechnik muss erneuert werden, um nicht die Gefahr von Kurzschlüssen einzugehen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Bert Nießen.

Die Auflistung der Orgelbaufirma Hubert Fasen zeigt noch wesentlich mehr Mängel: Der Spieltisch muss gereinigt und restauriert werden, alle Pfeifen werden überprüft und instandgesetzt, die Windladentechnik wird reguliert, die Windanlage überprüft und neu eingestellt und das Gehäuse beleuchtet. Die Firma Kirfel hat dazu ergänzend die Erneuerung der Elektrik übernommen.

Eine Menge Arbeit, die allerdings sicherstellen soll, dass die Vlattener Orgel in den nächsten 20 Jahren gute Dienste leisten kann. „Die Kosten können nicht allein von den Spenden der Gemeindemitglieder gedeckt werden“, sagt Bert Nießen. „Deshalb haben wir Förderanträge gestellt, und das Bistum übernimmt ein Viertel der Aufwendungen.“

Die derzeitige Orgelrestaurierung, die bereits seit einigen Jahren geplant war, ist nicht das einzige Projekt des Kirchenvorstands. Demnächst sollen Restaurierungen des Dachs und des Dachstuhls, sowie die Verschönerung der Fassade folgen.                                              ush