Das konnte sich sehen lassen: Fast 400 Jecken zogen am Veilchendienstag durchs Dorf. Angeführt vom Wagen der „Vlattener Jonge 1962 e.V.“ folgten 17 Gruppen, die zu dröhnenden Beats tanzten, lachten und viel Süßes verteilten. Schicke Tänzerinnen waren darunter, quirlige Micki-Mäuse und Matrosen. Auch „Löwenzahn“  und „Gärtner“ gaben ihr Bestes.

Im bunten Treiben war auch bäuerliche Kritik an der Politik der „Ampel“ in Berlin zu sehen: „Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber wissen alles besser.“ Ein Unmut, der sich offensichtlich bereits bis zu den Sternen herumgesprochen hat, denn am einem riesigen „Star Wars-Gefährt“ stand: „Ohne Bauern müssten wir diesen Wagen schieben.“ Auch die Jäger schrieben ihre Meinung direkt aufs Plakat und das auch noch karnevalistisch gereimt: „Schaf und Pferd leiden drunter, wenn der Wolf lebt frei und munter. Ins Jagdrecht aufgenommen mit Regel wärs fürs Tierwohl doch der größte Hebel.“

Die gute Laune ließ sich durch solche Gedanken nicht vertreiben. Im Gegenteil. Die Zuschauer freuten sich über die große Menge an Süßigkeiten, die auf sie nieder prasselte und winkten den Wagen der Tollitäten der KG Wollersheim mit Prinz Uwe I. und der Heimbacher Kinderprinzessin Lea I. zu. Herzlich willkommen in Vlatten war auch das 50. Dreigestirn aus Müddersheim mit der Jungfrau Michelle I., dem Bauern Otto I und Prinz Dirk I. Sie bildeten den würdigen Abschluss der Festlichkeiten in der Session 2023/24.

Unsere Fotos zeigen Szenen vom Zugweg.                                                                                     Fotos: ush