Die Schutzmantelmadonna ist zu einem weiteren Ort der Andacht in Vlatten geworden. Das Bild zeigt ein Detail des Mosaiks: Ängstlich und hoffnungsvoll suchen Menschen in Not Schutz bei der Madonna. Foto: ush

Die Corona-Krise stellt auch die Pfarrgemeinde St. Dionysius vor besondere Herausforderungen – gerade zur Osterzeit. Einige der lieb gewonnenen Traditionen können nicht oder nur in veränderter Form durchgeführt werden. Auch über diesen Zeitraum hinaus gilt besondere Vorsicht. Der Vorsitzende des Pfarreirats, Kevin Küpper, hat in einem Brief die notwendigen Änderungen zusammengefasst. Wir veröffentlichen seine Ausführungen in Auszügen:

Schutzmantelmadonna
Das Angebot an der Schutzmantelmadonna wird sehr gut angenommen, täglich kommen Menschen und entzünden Kerzen, sprechen ein Gebet und suchen einen Moment der Stille. Auch Fürbitten werden abgegeben. Besonders erfreulich ist, dass auch „kirchenferne“ Menschen diesen Ort nutzen und etwas Orientierung finden.

Raspeln an den Kartagen
Die Aktion findet guten Zuspruch, wurde über die sozialen Medien mittlerweile 31 Mal „geteilt“ und als Anregung auch vom Seelsorgebereich Zülpich, der Jugendarbeit des Bistums Aachen in der Region Düren/Eifel, etc. aufgegriffen und auch hier im Ort weitergegeben. Erste Spenden für die Messdiener sind auch schon abgegeben worden.

Palmsonntag
Pfr. Wecker wird am Palmsonntag nach Vlatten kommen um Buchsbaum zu segnen. Dieser wird dann unter Beachtung der Hygienevorschriften und der Regelungen zum Kontaktverbot in der Kirche und vor der Schutzmantelmadonna ausliegen und kann ab dem Mittag des Palmsonntag mit nach Hause genommen werden.

Gründonnerstag – Gebet in Stellvertretung am Tabernakel
Da die übliche „Ölberg-Andacht“ und die damit verbundene Anbetung nicht stattfinden kann, wird „in Vertretung und Verbundenheit“ für die Gemeinde gebetet. Dies zum einen, damit das Gebet nicht abreißt, zum anderen, damit die Kerzen am Tabernakel ohne Unterbrechung brennen können und eine Aussetzung stattfinden kann.

Die Gemeinde ist eingeladen, zum Geläut um 18 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen. Dieses Geläut soll auf den Beginn des Triduums aufmerksam machen. Um zu zeigen, dass das Gebet „stellvertretend“ für die Gemeinde übernommen wird, haben sich aus jedem Bereich „Beter“ gefunden: Kevin Küpper (Pfarreirat),Claudia Stoff (Familien-Gottesdienst), Hanni Latz (Wortgottesfeiern), Susanne Jansen (pastorales Team/Erstkommunion-Katechese), Gerta Kirfel (Kommunionhelfer/ Senioren) und Stefanie/Petra Schlömer. Diese werden im Wechsel am Abend anwesend sein und stille Anbetung halten.

Die Kirche bleibt unter Wahrung der Hygieneregelungnen und des Kontaktverbotes zum persönlichen Gebet bis 21 Uhr geöffnet.

Die Gemeinde appelliert an die Verantwortung jedes einzelnen sich an die geltenden Vorschriften zu halten, damit die Kirche auch zukünftig ein Ort des persönlichen Gebets während der Coronavirus-Pandemie bleiben kann. Es geht darum, eine Menschenansammlung zu verhindern, da bei Verstößen gegen das Versammlungs-/Kontaktverbot die Gemeinde mit Strafen und Schließung der Kirche zu rechnen hat.

Ostern-to-go
Am Karsamstag wird Pfr. Wecker in die Kirche kommen, um dort Osterkerzen, Ostereier und Osterwasser zu segnen. Diese Dinge werden dann unseren Senioren Ü-80 vor die Haustüre gestellt. Dazu kommen noch Buchsbaumzweige, das Osterevangelium, ein Andachtsbild und ein kleiner Ostergruß, mit dem Hinweis, wann die Ostergottesdienste im TV zu sehen sind.

Für die anderen Gemeindemitglieder und Vlattener besteht dann ab dem Ostermorgen die Gelegenheit, gesegneten Buchsbaum, Osterkerzen und Ostereier in der Kirche bzw. an der Schutzmantelmadonna abzuholen. Auch hier: Bitte Hygieneregeln und Kontaktverbot beachten.

Weitere Informationen:
Die Seniorenfahrt wird vorerst auf den Herbst verlegt (16.09.). Über den geplanten Ausflug an die Ahr (05.09.) wird im Sommer entschieden.

Bis zu neuen Regelungen (ab 20.04.2020) fallen weiterhin alle öffentliche Gottesdienste, die Gremienarbeit, die Jugend- und Seniorenarbeit und der Publikumsverkehr im Pfarrbüro aus.