Zum Frühlingsanfang graste eine große Schafherde auf den Wiesen vor Vlatten. Wir widmen ihnen gerne ein Gedicht:

DER SCHÄFER

Es war ein fauler Schäfer,
ein rechter Siebenschläfer,
ihn kümmerte kein Schaf.

Ein Mädchen konnt ihn fassen:
da war der Tropf verlassen,
fort Appetit und Schlaf!

Es trieb ihn in die Ferne,
des Nachts zählt‘ er die Sterne,
er klagt und härmt sich brav.

Nun, da sie ihn genommen,
ist alles wieder kommen,
Durst, Appetit und Schlaf.

Johann Wolfgang von Goethe