Die Bewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ stellt Vlatten ein überwiegend gutes Zeugnis aus: „Die Dorfgemeinschaft hat ein Bewusstsein für die positive Gestaltung ihrer Lebensbereich entwickelt“, heißt es in einem Beratungsbrief, „es sind im Ort gute Konzepte vorhanden. Man hat erkannt, dass diese fortwährend aktualisiert und weitergeführt werden müssen.“

Der Bürgerverein setzt alles daran, dieses positive Bild noch weiter zu verbessern, und er hofft auf die Mitarbeit der Vlattener. Wer zum Beispiel daran denkt, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen an seinem Haus installieren zu lassen, könnte sich von den Empfehlungen der Bewertungskommission inspirieren lassen. Wir veröffentlichen deshalb die Tipps nachfolgend im Wortlaut:

Gestaltungsempfehlungen für die Aufbringung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen 

  • Grundsätzlich sollten die Anlagen nur dunkelgraue Oberflächen aufweisen. Auf roten oder braunen Dächern können auch bronzefarbene Paneele verwendet werden. Auf keinen Fall sollte die Anlage blau schillern.
  • Keine Elemente mit auffälligen Kontaktleisten verwenden. Die Rahmen von den Paneelen sollten möglichst dunkel eloxiert sein.
  • Es gibt auch Photovoltaikelemente mit unterseitigen Kontaktleisten.
  • Möglichst Elemente mit entspiegelten Oberflächen verbauen. Diese kosten zwar 5 Prozent mehr, haben aber auch eine um ca. 5 bis 10 Prozent höhere Energieeffizienz.
  • Auf historischen Gebäuden und auf Gebäuden innerhalb einer Dachlandschaft sollten mindestens ein Meter Abstand zu den Ortgängen und mindestens ein halber Meter Abstand zu Traufe, First und Kehlen eingehalten werden.
  • Nach Möglichkeit sollten auf einer baulichen Anlage nur Paneele mit einheitlicher Neigung installiert werden, auf keinen Fall sollten die Richtungen der Formate wechseln.
  • Aufständerungen auf Flachdächern sollten mit mindestens einem Meter Abstand zu den Rändern ausgeführt werden.
  • Bei Ausführungen von Flachdächern mit Auskragungen sollten die Anlagen die Umrisse des Gebäudes nicht überschreiten.
  • Innerhalb eines Ortes sollte man bemüht sein, die Anlagen möglichst einheitlich zu gestalten, damit die Ruhe der Dachlandschaft erhalten bleibt.

Die Hersteller der Anlagen haben oftmals für gestalterische Fragen kein Verständnis oder Interesse. Dies gilt im Besonderen, wenn diese nicht aus unserem Kulturraum kommen. Einheimische Hersteller kennen durchaus die gestalterischen Aspekte. Allzu oft geht es bei der Installation der Anlagen jedoch nur darum, eine möglichst große Dachfläche mit Elementen zu belegen. Den Bauherren muss bewusst sein: Durch den Aufbau einer Photovoltaikanlage kann die Stilbildung und der Gesamteindruck eines Gebäudes vollkommen gestört werden.

Einige Hausbesitzer haben sich schon für die Solarenergie entschieden.