Vereinsheim des „TuS Bergfried“ in neuem Glanz

Die Wand hinter der Bar ist knallrot gestrichen, die Decke schallschluckend renoviert, und es duftet nach Neubau. Pünktlich zum Auftakt der diesjährigen Sportwoche vom 19.-30. Juni zeigt sich das Clubheim des „TuS Bergfried Vlatten e.V.“ in neuem Glanz. Zwar kann niemand das Entsetzen vergessen, das Anfang Januar die Vereinsmitglieder erfasst hat, als sie feststellen mussten, dass ihr Vereinshaus in weiten Teilen ausgebrannt war und sie mit einem Schaden in Höhe von mehr als 180.000 Euro rechnen mussten. Brandstiftung war die Ursache – eine bodenlose Dummheit einiger Jugendlicher, die einen Feuerwerkskörper in eine Papiertonne geworfen hatten.

Rund vier Monate Renovierungsarbeiten liegen hinter dem Verein. Zumindest jener Teil des Gebäudes, der nicht direkt vom Brand betroffen war, konnte in dieser Zeit saniert werden. „Das mussten wir einer Profifirma überlassen“, sagt der Vorsitzende des „TuS Bergfried“, Heino Müller. „Rund 30 Mitglieder haben zunächst den Bau entrümpelt, aber dann waren wir überfordert. Überall lag eine dicke Russschicht. Das konnten wir allein nicht entfernen, zumal wir befürchteten, dass Brandgeruch zurückbleiben würde, wenn keine Fachleute am Werk waren.“

Jetzt ist es soweit: Weite Teile des Gebäudes sind wieder nutzbar. Zum Saisonfinale spielten mittags die SG Nordeifel 99 II gegen die U 19 SG Nordeifel 99 und trennten sich mit 6:2 Toren. Am Nachmittag trat die SG Nordeifel 99 gegen die SG Voreifel II an – mit dem Ergebnis 2:0 für das Heimteam.

Am Spielfeldrand und im Gebäude trafen sich derweil Besucher und Sponsoren, die die Aufbauarbeiten unterstützt hatten, und zur Instandsetzung gratulierten, deren Kosten weitestgehend von der Versicherung getragen werden. „Wir bedanken uns bei allen, die uns in dieser schwierigen Zeit ideell und finanziell geholfen haben“, sagt Heino Müller.

Allerdings: Ganz intakt ist das Vereinsheim noch nicht. Völlig ausgebrannt war nämlich der Anbau mit Küche und Toiletten. Die Küchenzeile war gerade einmal eine Woche alt, als sie ein Raub der Flammen wurde. „Diesen Gebäudeteil werden wir in den nächsten Monaten wieder aufbauen – mitsamt der Zuschauerterrasse“, sagt Heino Müller. „Wahrscheinlich können wir diese Arbeiten weitestgehend in Eigenarbeit leisten.“

Attraktiver und zweckmäßiger soll der neue Anbau werden. So viel steht schon fest. Ob die Kosten dafür allerdings komplett von der Versicherung übernommen werden können, ist noch nicht sicher. „Auch das Mobiliar muss ja ersetzt werden“, sagt Heino Müller. „Wir müssen eine neue Küche kaufen und die Toiletten bauen, diesmal behindertengerecht. Es ist also noch einiges zu tun.“

Grund genug zum Feiern gibt es dennoch, denn eine Teiletappe ist mit Bravour gemeistert worden. Bei der diesjährigen Sportwoche vom 19.-30. Juni kann sich jeder davon überzeugen.                                                                                                    ush

Komplett renoviert und offen für Spieler und Gäste: Das Vereinshaus des “TuS Bergfried”.

 

Es kann wieder angezapft werden: Vorsitzender Heino Müller (rechts) und Christian Hentscher im renovierten Clubraum.

 

 

 

Das Nebengebäude muss noch angebaut werden mit neuer Küche, Toiletten und einer Zuschauerterrasse.